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Brandschutz

Wichtige Informationen über den Brandschutz:  

Vorbeugender Brandschutz

Jeder einzelne sollte versuchen durch einen richtigen und ausreichenden vorbeugenden Brandschutz das Entstehen eines Brandes zu verhindern. Um dieses Ziel zu erreichen sind ausreichende Kenntnisse über den vorbeugenden Brandschutz notwendig.

Der vorbeugende Brandschutz umfasst

  • Persönliche Vorkehrungen zur Brandverhütung

  • Bauliche und organisatorische Maßnahmen zur Schadensbegrenzung

  • Sicherung der Fluchtwege und Notausgänge zum gefahrlosen Verlassen von Gebäuden

  • Vorkehrungen für einen erfolgreichen Feuerwehreinsatz

Baulicher Brandschutz

Ziel des baulichen Brandschutzes ist es, Personen und Sachen in Bauwerken vor Brandeinwirkung zu schützen. Dazu ist es notwendig, einen Brand über einen bestimmten Zeitraum innerhalb eines Gebäudeteiles zu begrenzen und das Übergreifen des Brandes auf benachbarte Bauwerksteile während dieser Zeit zu verhindern.

Die wesentlichen Grundlagen für den baulichen Brandschutz sind:

  • Rechtliche Anforderungen
    - festgelegt vor allem in den Bautechnikgesetzen bzw. -verordnungen der einzelnen Bundesländer,
    - fallweise auch Regelungen in Bundesgesetzen und Verordnungen (z.B. Arbeitsstättenverordnung) sowie auch in EU Richtlinien

  • Technische Anforderungen
    - ÖNORMEN,
    - Technische Richtlinien für den Vorbeugenden Brandschutz (TRVB), etc.

Die wichtigsten und bekanntesten baulichen Brandschutzmaßnahmen sind:

  • Abstände schaffen und einhalten

  • Brandabschnitte bilden; durch brandbeständige Umfassungswände und Decken, Brandschutztüren, Brandschutzklappen, Brandabschottungen

  • Fluchtwege und Notausgänge vorsehen, die auch bei Brandeinwirkung benutzbar sind

  • Feuerstätten und Kamine brandsicher herstellen und erhalten

  • brandsichere Brennstofflager

  • ordnungsgemäß errichtete und geprüfte Elektroanlagen

  • Blitzschutz

Eine wichtige Funktion des baulichen Brandschutzes ist die Verhinderung der Brand- und Rauchausbreitung in waagrechter und besonders in senkrechter Richtung, da sich ein Brand infolge der Thermik am schnellsten nach oben ausbreitet.

Vor allem Müllabwurfeinrichtungen, Kabel- und Rohrtrassen sowie Installationsschächte und -kanäle müssen, wenn sie durch Brandabschnittstrennungen geführt werden, so gebaut sein, dass ein Übergreifen des Brandes verhindert wird.

Ortsfeste Brandschutzeinrichtungen

Ortsfeste Brandschutzeinrichtungen werden eingesetzt, um auch bei hoher Brandgefährdung das Brandrisiko klein zu halten. Der Einbau ortsfester Brandschutzeinrichtungen kann von der Behörde aufgetragen werden oder auch im eigenen Interesse erfolgen.

Ortsfeste Brandschutzeinrichtungen sind:

  • Brandmeldeeinrichtungen

  • Automatische Löschanlagen

  • Rauch und Wärmeabzugsanlagen

  • Einrichtungen zur automatischen Brandabschnittsbildung

  • Anlagen zum Schutz gegen unbeabsichtigte Zündung

  • Einrichtungen zur Sicherung der Flucht und Unterstützung des Feuerwehreinsatzes

Rauchmelder für den Heimbereich

Rauchmelder sind speziell für den Haushalts- und Wohnbereich entwickelte Brandfrüherkennungsgeräte. Die Geräte können einzeln aber auch vernetzt im ganzen Haus betrieben werden und lösen bei Brandentstehung (Schwellbrand, Rauch) ein akustisches Signal aus. Dadurch ist eine gute hausinterne Überwachung von Gängen, Stiegenhäuser, Schlafräumen, Kinderzimmern, Seniorenräumen oder anderen nicht immer benützten Räumen möglich. Der Testknopf an jedem Gerät ermöglicht eine einfache Funktionsprüfung. Damit kann auch der Ladezustand der Batterien kontrolliert werden. Um eine möglichst hohe Betriebssicherheit zu erreichen, sollten grundsätzlich nur geprüfte und zugelassene Homemelder verwendet werden 
Rauchmelder ersetzen aber kein zugelassenes Brandmeldesystem. Eine Alarmweiterleitung zu einer öffentlichen Empfangsanlage ist nicht erlaubt.

Weiter Informationsmöglichkeiten bei der LANDESSTELLE FÜR BRANDVERHÜTUNG

Allgemeine Brandverhütungsmaßnahmen

Unachtsamkeit

Unachtsamkeit und mangelnde Kenntnisse der Brandgefahren sind die Ursache vieler Brände.

Ordnung und Sauberkeit besonders in Garagen sowie in Arbeits-, Werk- und Hobbyräumen, sind eine grundlegende Voraussetzung für die Brandsicherheit. Brennbare Abfälle, Staub, verschüttete oder in offenen Gefäßen aufbewahrte brennbare Flüssigkeiten (Reinigungs- und Lösungsmittel) führen häufig zu eine erhebliche Brandgefahr.

Umgang mit Feuer und offenem Licht

Der Umgang mit Feuer und offenem Licht erfordert immer besondere Vorsicht! Kein Kerzenlicht in Dachböden, Scheunen, Abstellräumen und Kellern, wenn notwendig Taschenlampe verwenden.

Streichhölzer und Feuerzeuge

Streichhölzer und Feuerzeuge gehören nicht in Kinderhand und dürfen daher für Kinder nicht erreichbar sein. Eltern und Aufsichtspersonen haften für ihre Kinder!
Gas- und Flüssiggasanlagen

Gas- und Flüssiggasanlagen und die dazugehörigen Leitungen dürfen nur von sachkundigen Betrieben installiert werden.

Flüssiggasbehälter

Flüssiggas ist schwerer als Luft! Flüssiggasbehälter dürfen daher nie in Kellerräumen, aber auch nicht in Treppenhäusern, Durchgängen und Nebenausgängen aufgestellt werden. Flüssiggasbehälter sind vor Wärmeeinwirkung (Sonnenbestrahlung, Ofen, etc.) zu schützen.

Anschluss von Gasflaschen Gasflaschen müssen immer absolut dicht angeschlossen werden. Nach jedem Wechsel ist eine Dichtheitsprobe mittels Prüfspray oder Seifenwasser, keinesfalls aber durch "Ableuchten" mit offener Flamme, durchzuführen.
Elektrogeräte Nur Geräte mit gültigen Prüfzeichen verwenden und nur vom Fachmann reparieren lassen. Die Verwendung von Wärmegeräten mit offenen Heizspiralen ist grundsätzlich verboten.

Sicherungen

Keinesfalls "geflickte" (überbrückte) Sicherungen verwenden, da diese nicht den erforderlichen Schutz gewährleisten. Für einen ausreichenden Vorrat an Reservesicherungen sorgen. Besser ist die Verwendung von Sicherungsautomaten.
Verlängerungskabel Verlängerungskabel müssen Wärme an die Umgebung abgeben können. Werden sie unter Teppichen verlegt oder bleiben sie während der Arbeit auf einer Kabeltrommel aufgespult, kann es zu einem Wärmestau und damit zum Brand kommen. Beschädigte Verlängerungskabel nicht weiter verwenden. Verlängerungskabel müssen für ihren Verwendungszweck zugelassen sein.
Steckdosen Stecker müssen fest in die Steckdose eingesteckt sein. Stecker und Steckdosen sind für eine bestimmte Maximalbelastung ausgelegt. Damit es zu keiner Überhitzung kommt Überlastung vermeiden. Wird eine Erwärmung oder Verfärbung an einem Stecker oder einer Steckdose festgestellt unbedingt durch einen Fachmann überprüfen lassen. Die Verwendung von Mehrfachsteckdosen ist nur für den Anschluss von Kleingeräten (Radio, Fernseher, Videorecorder etc.) zulässig.

Abschalten von Elektrogeräten

Elektrogeräte können bei Auftreten eines Defektes unter Umständen zu einem Brand führen. Schalten Sie beim Verlassen der Wohnung oder des Arbeitsplatzes Geräte, die nur unter Aufsicht betrieben werden dürfen, aus.

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Knauf  Brandschutz "light"

durch Trockenausbau:

Brandschutz ist ein Gebot der Stunde. Doch nicht teure, sondern wirkungsvolle Lösungen sind gefragt.
Hier bietet im Besonderen der Trockenausbau und die Kombination plattenförmiger Baustoffe mit verschiedenen technisch-physikalischen Eigenschaften die Möglichkeit, gezielt Bausysteme mit hohem Brandwiderstand zu entwickeln.

Wand-, Boden- und Deckensysteme mit Brandschutzeigenschaften aus den Baustoffkombinationen Holz- und Metallprofilen als Unterkonstruktion und Mineralwolle, Holzwerkstoff- oder Gipsbauplatten als Bekleidung bzw. als Ausfachung der Hohlräume sind seit Jahrzehnten im Einsatz und in den einschlägigen Normen konstruktiv festgelegt und klassifiziert.

Neben diesen Standards gibt es speziell zum Zwecke des Brandschutzes von der Industrie entwickelte Werkstoffe, die meist mit dem Prädikat "Brandschutzplatten" belegt werden und als Komplett-Systeme hohen Brandschutzanforderungen gerecht werden.

Die nachstehenden Ausführungen befassen sich mit dem Einsatz solcher Systeme unter besonderer Berücksichtigung der Aspekte:

Vorbeugender baulicher Brandschutz

Dieser Teilbereich aus dem Gesamtkomplex Brandschutz beschäftigt sich mit den Kriterien der Brandentstehung und Brandausbreitung. Durch Einsatz geeigneter Materialien lässt sich die Brandentstehung verhindern oder vermindern und durch sinnvolle Anordnung geeigneter Konstruktionen und Systeme die Ausbreitung eines Brandherdes zeitlich eingrenzen.

Gebäude mit erhöhtem Brandschutzbedarf

Der Schutz von Leib und Leben der Nutzer ist primär das Ziel aller Brandschutzanforderungen. Erhöhte Anforderungen, oft in Verbindung mit Sonder-Brandschutzkonzepten, stehen immer in Zusammenhang mit erhöhtem Publikumsverkehr, mit mehrgeschossigen Gebäuden oder großen Flächenausdehnungen, wo für die Evakuierung von Menschen im Brandfall viel Zeit erforderlich wird.

 

Neben dem reinen Personenschutz ist auch der Schutz von Sachgütern und Anlagen von Bedeutung. Hier sind es die Sachversicherer, die je nach Gefahrenpotential eine Abwägung des Brandrisikos vornehmen und durch besondere Anforderungen an Baustoffe und Bauteile eine Schadensminimierung anstreben.

Bauteile für erhöhten Brandschutz

Aus der Vielzahl der angebotenen Brandschutztechniken nachfolgend eine Auswahl von Brandschutzsystemen und Brandschutzkonstruktionen, die dazu beitragen können, einen hohen Schutz von Personen und Sachgütern zu gewährleisten, wenn sie sinnvoll in einem logisch durchdachten Gesamtbrandschutz-Konzept eingesetzt werden.

Basis dieser Systeme sind speziell entwickelte Brandschutzplatten auf der Basis von Gips, Glasfaser oder Glasvliesgelege mit modifiziertem und vergütetem Plattenkern. Aufgrund ihres Aufbaues ausschließlich aus anorganischen Stoffen entsprechen diese Platten der Baustoffklasse A und gelten im Sinne der ÖNORM B 3800 als "nicht-brennbarer Baustoff". Dazu gehört z.B. Knauf Fireboard. Die Eignung und Zulassung des Fireboard-Systems im Bereich der Europäischen Union im Sinne der Bauprodukten-Regelliste erfolgt durch Nachweis über die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (Z-PA-III 4.290).

Schaffung von Brandabschnitten

Brandwände, geprüft und nachgewiesen im Sinne der Norm-Anforderungen, begrenzen die Ausbreitung von Bränden. Im Skelett- und Industriebau oder bei durch Nutzungsänderungen erforderlichen Brandschutzmaßnahmen kann häufig die klassische Art der Brandwand, die massive Wand aus Mauersteinen oder Beton, wegen ihrer hohen Flächenmasse nicht eingesetzt werden. Für diese Fälle können nichttragende Brandwände in Skelettbauweise Anwendung finden.

 

Solche Wände besitzen Eigenstabilität bis zu Höhen von 9 m. Sind lastabtragende Funktionen erforderlich, sind diese vom Tragwerk des Gebäudeskelettes mit zu übernehmen. Dieses Trageskelett ist dann selbst mit ausreichendem Brandschutz auszustatten.

Im Aufbauprinzip entsprechen solche Brandwände den sogenannten Leichten Trennwänden. Die erhöhte Abschlagsbeanspruchung von 3000 Nm durch den Bleischrotsack nach 87 Minuten Branddauer, die im Brandfalle das Herabfallen von Bauteilen simuliert, wird durch einen verringerten Metallständerabstand und durch zusätzliche Stahlblechzwischenlagen aufgenommen. Damit erfüllt die nichttragende Brandwand einschlägige Prüfnormen. Zusatzanforderungen, wie gleitende Deckenanschlüsse, Einbau von Brandschutztüren (T 90), 90°-Eckausbildungen u.ä. können ebenfalls ausgeführt werden.

Abgehängte Unterdeckensysteme

Neben der Ausbildung von Brandabschnitten durch vertikale Wände ergibt sich häufig die Anforderung, mit abgehängten Unterdecken-Systemen bei Brandbeanspruchung aus dem Deckenhohlraum und/oder bei Brandbeanspruchung von unten, hohen Feuerschutz herzustellen.

Die geforderten Feuerwiderstandszeiten von üblicherweise 30 bis 90 Minuten gelten für die Unterdecken alleine und erbringen einen hohen Schutz für Nutzer in den darunterliegenden Räumen bzw. für die im Deckenzwischenraum eingebrachten Installationsanlagen aller Art.

Deckensysteme der angegebenen Art werden meist mit einer Metallunterkonstruktion ausgeführt und mit Fireboard bekleidet. Je nach Art der Brandbeanspruchung (von unten und/oder von oben) sind zusätzlich Mineralfaserdämmschichten aufzulegen.

Bekleidung von Stahlkonstruktionen

Wie schon im Zusammenhang mit Brandwandsystemen ausgeführt, sind Stahltragwerke mit Feuerschutzbekleidungen auszurüsten. Die Anforderungen an die jeweils erforderliche Feuerwiderstandsdauer ist unterschiedlich. Sie richtet sich vorwiegend nach den Gebäudeklassen, deren kennzeichnendes Merkmal die Anzahl der Geschosse bzw. die Höhe der Gebäude darstellt.

Ein in der Praxis sehr häufig angewandtes Brandschutzsystem ist die Bekleidung von Stützen und Trägern mit Fireboard - Elementen.

Zweck der Fireboard - Bekleidung ist es, das Stahlbauteil möglichst lange vor zu starker Aufheizung durch das Schadensfeuer zu schützen. Erwärmt sich das Stahlkonstruktionsteil auf 400 bis 500°C, reduzieren sich seine Festigkeitseigenschaften bis zur Fließgrenze.

Die mit Bekleidungen erreichbare Feuerwiderstandsdauer ist abhängig von der Masse des aufzuheizenden Stahlprofils, gekennzeichnet durch den Profilquerschnitt A (in cm²) und von der Dicke der Fireboard - Bekleidung.

Bei vorgegebener erforderlicher Feuerwiderstandsdauer (Normalbereich in Österreich F 30 bis F 90) kann somit au dem Quotienten U/A des Stahlprofils die einzusetzende Fireboard - Dicke ermittelt werden. Eine Innovation ist hier Knauf Fireboard 30 mm dick. Die Platte ist bei einlagiger Beplankung F 90 geprüft und durch Klammertechnik einfach, rationell und ohne aufwendige Unterkonstruktion zu montieren.

Bekleidung von Holzbaukonstruktionen

Auch tragende Holzkonstruktionen müssen mit einem zusätzlichen Brandschutz versehen werden. Entscheidend für den Feuerschutz von unbekleideten Holzbauteilen ist die Abbrenngeschwindigkeit des Holzes. Durch den Abbrand verringert sich der statisch nutzbare Querschnitt des Bauteils. Es besteht somit auch die Möglichkeit, durch Überdimensionierung eine Zeitreserve zu schaffen. Wirtschaftlicher ist es jedoch, durch zusätzliche Bekleidungen mit Fireboard den Abbrand zu verzögern.

Bei Feuerschutz von Kabelanlagen unterscheidet man zwei verschiedene Beanspruchungsarten:

  • Ausführung 1:
    schützt Flucht- und Rettungswege vor den Auswirkungen eines Kabelbrandes. Die Fireboard - Bekleidung schließt das Feuer im Kanal ein und verhindert ein Übergreifen und Ausbreiten in die umgebenden Räume. Man kennzeichnet diese Beanspruchungsart mit I (Brandbeanspruchung von Innen). Diese sogenannten I-Kanäle sind mit Fireboard - Bekleidung bis zu Feuerwiderstandsklassen I 120 ausführbar.
  • Ausführung 2:
    gewährleistet während der Brandeinwirkzeit den vollen Funktionserhalt, der innerhalb der Fireboard - Bekleidung sich befindenden Kabelanlagen. Man kennzeichnet diese Beanspruchungsart mit E=Funktionserhalt von außen. E-Kanäle sind mit Fireboard - Bekleidungen bis zur Feuerwiderstandsklasse E 120 ausführbar.
Bekleidungen von Lüftungskanälen

Lüftungsleitungen aus verzinktem Stahlblech (max. 1,5 mm dick) mit äußeren Bekleidungen aus Fireboard erfüllen Brandschutzanforderungen bis zur Feuerwiderstandsklasse L 90. Die Fireboard - Bekleidungen können sowohl im Zuge der Verlegung mit den Lüftungseinheiten wie auch nachträglich montiert werden. Ausführbar sind horizontal und vertikal laufende Leitungssysteme.

Die im Vorstehenden dargelegten Feuerschutz-Systeme stellen nur einen Auszug aus den möglichen Schutzsystemen dar. Sie sollen einen informativen Einblick geben und aufzeigen, dass die speziell für den Feuerschutz entwickelten Plattenarten ein breites Feld zur Abdeckung des "Vorbeugenden baulichen Brandschutzes" bieten.

www.knauf.com

Brandschutz, Wärme - und Schalldämmung:

Drei Dinge, die uns besonders am Herzen liegen

Der Forderung nach wirtschaftlichen und besser funktionierenden Bauausführungen wurde durch die Einführung des Trockenbaues, das heißt Innenausbau mit System, Rechnung getragen. Knauf bietet seit langer Zeit mit seinen ausgereiften Angeboten Systeme auf dem Markt an, für die es vielfältige Einsatzmöglichkeiten gibt. Dadurch ergibt sich auch eine Vielfalt von Lösungen für die unterschiedlichsten bauphysikalischen Anforderungen im Bezug auf Standsicherheit, Schall-, Wärme- oder Brandschutz.

Systematischer Brandschutz mit Knauf

Wirkungsvoller Brandschutz benötigt geprüfte Brandschutz-Technik. Hier empfiehlt sich vor allem die vielfältige Palette der Gips-Baustoffe, die aufgrund ihrer Wirtschaftlichkeit eine breite Anwendung im trockenen Innenausbau finden - und durch die brandhemmende Eigenschaft von Gips, Brandschutzaufgaben quasi "nebenbei" mit erledigen. Knauf Systeme erfüllen praktisch alle Anforderungen beim Brandschutz. Auch für komplizierte Probleme bieten sie optimale Lösungen - und für den speziellen Bedarf auch Sonder-Konstruktionen.

Wärmedämmung - Einsparung von Energie und Geld

Mangelhafter Wärmeschutz kostet Geld und Energie. Abgesehen von schlecht schließenden Fenstern und Türen leistet die häufig recht mangelhaft ausgeführte Bausubstanz dem Wärmeverlust nach draußen Vorschub. Hohe Räume, schlecht isolierte Fußböden bilden weitere Schwachstellen, die sich durch Dämm-Maßnahmen auch nachträglich korrigieren lassen und im Wege der Innendämmung in Trockenbauweise technisch ohne Probleme und zudem kostengünstig zu realisieren sind.

Schalldämmung durch Trockenbau-Systeme

Für die Schallschutzmaßnahmen ist es wichtig zu wissen, woher der Lärm kommt und welchen Weg er nimmt, da die Gefahr von Nebenwegen über anschließende Bauteile, Lüftungs- und Elek­trokanäle, durchlaufende Unterböden etc. groß ist.
Gipsbaustoffe eignen sich besonders für die Schalldämmung. Aufgrund ihrer großporigen Beschaffenheit gehören sie zu den gut schalldämmenden Baumaterialien. Gips-Bauplatten in Verbindung mit Mineralfaser-Dämmstoff, sog. Trockenbau-Systeme wirken gleichzeitig auch wärmedämmend.

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Die Verbrennung des Holzes erfolgt in mehreren Phasen:

Erwärmung und Trocknung des Holzes                                                                                                        Zersetzung der Bestandteile (bis 1200°C)                                                                                                          Die entgaste Holzkohle verbrennt mit geringerer Temperatur

Holz leistet trotz seiner leichten Brennbarkeit bei Bauteilen mit größerer Abmessung hohen Brandwiderstand. Die Abbrandgeschwindigkeit, das ist jene Geschwindigkeit, mit der die Verkohlung in den Querschnitt eindringt, ist von der Dichte des Holzes, der Feuchtigkeit und von Ästen, Rissen und Klüften abhängig. Versuche haben immer wieder bewiesen, dass man der Berechnung eine konstante Abbrandgeschwindigkeit zugrunde legen kann. Eine gezielte Voraussage über das Brandverhalten von Holzbauteilen kann getroffen und eine einwandfreie Beurteilung der Brandwiderstandsfähigkeit durchgeführt werden. Das brennbare Holz besitzt im Vergleich zu den sogenannten nicht brennbaren Baustoffen eine wesentlich höhere Brandwiderstandsfähigkeit als man zunächst annehmen möchte

Bei dementsprechender Dimensionierung würde ein Fachwerkbau aus Holz nicht einstürzen. Die verkohlte Außenschicht verhindert die Sauerstoffzufuhr und somit ein Weiterbrennen.

 

Brandverhalten und Brandwiderstand:

Holztragwerke sind im Brandfall außerordentlich resistent und berechenbarer als andere Materialien, weil Holz nur äußerlich verkohlt, dabei aber seine innere Struktur schützt.

Holz ist ein brennbarer Baustoff. Holz ist aber auch ein sicherer Baustoff, denn Holz verfügt über ein sehr berechenbares Brandverhalten. Es brennt von außen nach innen, wobei der Holzkern sich nur langsam erhitzt und lange formstabil bleibt. Die Brandwiderstandsklassen des Holzes können genau berechnet und Bauteile dementsprechend dimensioniert werden.

Gegenüber anderen Baustoffen hat Holz sogar den brandtechnischen Vorteil, dass die Holzbauteile sehr lange tragfähig bleiben. Ein Ausglühen von innen her oder einem Abplatzen, das zu einem plötzlichen Zusammenbruch der Konstruktion führt, gibt es bei Holz nicht.

Brandschutzbestimmungen
Auch die höchsten Brandschutzanforderungen sind im Holzbau erfüllbar. Gegenüber dem Baustoff Holz bestehen oft unbewusste oder auch offen geäußerte Bedenken bezüglich der Brandsicherheit. Holzbauten müssen deshalb im Vergleich zu Massivbauten nicht nur gleichwertig sein, sondern sie müssen über eine deutlich bessere Brandsicherheit verfügen.

In den meisten Ländern liegt das Schwergewicht der vorgeschriebenen Brandschutzmaßnahmen im baulichen Bereich, d.h. es werden Anforderungen an den Brandwiderstand der Tragwerke und an die Brennbarkeit der Bauteiloberflächen gestellt. Das Bauen mit Holz wird in den Brandschutzverordnungen oft benachteiligt. Häufig kann Holz nur bis zu drei Stockwerken eingesetzt werden. In einigen Ländern darf Holz jedoch über diese Anwendungsgrenzen hinaus eingesetzt werden, sofern das Gebäude mit aktiven Brandschutzeinrichtungen wie Brandmelde- oder Sprinkleranlagen ausgerüstet wird oder das Holz weitgehend hinter nichtbrennbaren Verkleidungen verschwindet. Die letztere Lösung ist ästhetisch und brandschutztechnisch häufig unbefriedigend. Aktive technische Maßnahmen geben jedoch große gestalterische Freiheiten und sind auch brandschutztechnisch attraktiv. Insbesondere eine Sprinkleranlage reduziert das Personenrisiko im Brandfalle markant, wie die Risikoanalyse von 3geschossigen Wohngebäuden in Kanada zeigt. Die Erhöhung des baulichen Feuerwiderstandes von 30 auf 60 Minuten reduziert das relative Personenrisiko nur auf 60 Prozent, während durch den Einsatz einer Sprinkleranlage dieses Risiko praktisch unabhängig vom Brandwiderstand um den Faktor fünf verkleinert wird.

Holzbauten mit geringem Brandwiderstand und aktivem Brandschutz sind nicht nur sicherer als Holzbauten mit hohem Brandwiderstand allein, sondern sie sind sogar deutlich sicherer als vergleichbare Massivbauten ohne aktive Maßnahmen. Diese aktiven Maßnahmen verbessern die Personensicherheit in Gebäuden deutlich und sind somit für den langfristigen Erfolg und die Akzeptanz von Holzbauten durch die Benutzer erfolgsversprechend. Im Interesse des Zukunftsbaustoffes Holz liegt daher nicht eine generelle Reduktion der Brandwiderstandsanforderungen, sondern eine freie Konzeptwahl, bei der aktive Maßnahmen eine Alternative zu rein baulichen und baustofftechnischen Anforderungen bilden.

Das Brandverhalten von Holz (Fichte):

 

„Holz brennt" – JA
Das besondere am Baustoff Holz ist jedoch seine genau definierte Brandgeschwindigkeit.
Dazu kommt eine sehr gute Wärmespeicherfähigkeit und im Umkehrschluss ein langsamer Energietransport innerhalb des Baustoffes.
Ein kleiner Vergleich zeigt die Auswirkungen:
Holz lambda 0,15 W/m²K
Stahl lambda 60 W/m²K
Dieser Vergleich zeigt, dass Stahl Energie um ca. 400fache schneller leitet als Holz.
Im Falle eines Brandes heißt das, dass die Brandabgewandte Seite einer Wand oder eines Trägers um das 400fache schneller erwärmt wird.
Da Stahl bei etwa 500°C (je nach Art der Legierung) ohne Vorwarnung seine Festigkeit und Tragfähigkeit verliert, ist es für Stahlträger besonders wichtig, möglichst lange vor hohen Temperaturen geschützt zu sein. Bei diesen Temperaturen wird noch kein Schmelzen oder Glühen sichtbar. Der Stahlträger muss jedoch nach dem Brand ausgetauscht werden.
Holz benötigt bei ca.270°C immer noch eine fremde Zündquelle. Ab etwa 400°C entzünden sich die Holzgase selbstständig. Durch seine schlechte Wärmeleitung kann mit einer Wandstärke ab ca. 20 cm eine Erwärmung auf der Feuerabgewandten Seite bis zu 60 Minuten völlig verhindert werden (besonders wichtig bei Fluchtwegen).
Von R,E,I 60 dies bedeutet 60 Minuten Sicherheit für die Personen innerhalb des Gebäudes dieses zu verlassen.

Vorbeugender Brandschutz:

Jeder einzelne sollte versuchen durch einen richtigen und ausreichenden vorbeugenden Brandschutz das Entstehen eines Brandes zu verhindern. Um dieses Ziel zu erreichen sind ausreichende Kenntnisse über den vorbeugenden Brandschutz notwendig.

Der vorbeugende Brandschutz umfasst

  • Persönliche Vorkehrungen zur Brandverhütung,
  • Bauliche und organisatorische Maßnahmen zur Schadensbegrenzung,
  • Sicherung der Fluchtwege und Notausgänge zum gefahrlosen Verlassen von Gebäuden,
  • Vorkehrungen für einen erfolgreichen Feuerwehreinsatz.

Baulicher Brandschutz

Die wichtigsten und bekanntesten baulichen Brandschutzmaßnahmen sind:

  • Abstände schaffen und einhalten

  • Brandabschnitte bilden; durch brandbeständige Umfassungswände und Decken, Brandschutztüren, Brandschutzklappen, Brandschutzschottungen

  • Fluchtwege und Notausgänge vorsehen, die auch bei Brandeinwirkung benutzbar sind

  • Feuerstätten und Kamine brandsicher herstellen und erhalten

  • brandsichere Brennstofflager

  • ordnungsgemäß errichtete und geprüfte Elektroanlagen

Blitzschutz

Eine wichtige Funktion des baulichen Brandschutzes ist die Verhinderung der Brand- und Rauchausbreitung in waagrechter und besonders in senkrechter Richtung, da sich ein Brand infolge der Thermik am schnellsten nach oben ausbreitet.

Vor allem Müllabwurfeinrichtungen, Kabel- und Rohrtrassen sowie Installationsschächte und -kanäle müssen, wenn sie durch Brandabschnittstrennungen geführt werden, so gebaut sein, dass ein Übergreifen des Brandes verhindert wird.

Brandmeldeanlagen

Brandmeldeanlagen haben die Aufgabe, einen entdeckten Brand an die Brandmeldezentrale zu melden. Dort wird die Meldung ausgewertet, d.h. es wird angezeigt, von welchem Objekt und aus welchem Raum die Brandmeldung kommt. Aufgrund dieser Meldung können die festgelegten Maßnahmen (meist automatische Verständigung der Feuerwehr) eingeleitet werden. Man unterscheidet zwischen Druckknopfmeldeanlagen und automatischen Brandmeldeanlagen.

Rauchmelder sind speziell für den Haushalts- und Wohnbereich entwickelte Brandfrüherkennungsgeräte. Die Geräte können einzeln aber auch vernetzt im ganzen Haus betrieben werden und lösen bei Brandentstehung (Schwellbrand, Rauch) ein akustisches Signal aus. Dadurch ist eine gute hausinterne Überwachung von Schlafräumen, Kinderzimmern, Seniorenräumen oder anderen nicht immer benützten Räumen möglich. Rauchmelder ersetzen aber kein zugelassenes Brandmeldesystem. Eine Alarmweiterleitung zu einer öffentlichen Empfangsanlage ist nicht erlaubt.

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Allgemeine Brandverhütungsmaßnahmen

  • Unachtsamkeit

Unachtsamkeit und mangelnde Kenntnisse der Brandgefahren sind die Ursache vieler Brände.

  • Umgang mit Feuer und offenem Licht

Der Umgang mit Feuer und offenem Licht erfordert immer besondere Vorsicht! Kein Kerzenlicht in Dachböden, Scheunen, Abstellräumen und Kellern, wenn notwendig Taschenlampe verwenden.
  • Streichhölzer und Feuerzeuge

Streichhölzer und Feuerzeuge gehören nicht in Kinderhand und dürfen daher für Kinder nicht erreichbar sein. Eltern und Aufsichtspersonen haften für ihre Kinder!
  • Gas- und Flüssiggasanlagen

Gas- und Flüssiggasanlagen und die dazugehörigen Leitungen dürfen nur von sachkundigen Handwerkern installiert werden.

  • Flüssiggasbehälter

Flüssiggas ist schwerer als Luft! Flüssiggasbehälter dürfen daher nie in Kellerräumen, aber auch nicht in Treppenhäusern, Durchgängen und Nebenausgängen aufgestellt werden. Flüssiggasbehälter sind vor Wärmeeinwirkung (Sonnenbestrahlung, Ofen, etc.) zu schützen.

  • Anschluss von Gasflaschen

Gasflaschen müssen immer absolut dicht angeschlossen werden. Nach jedem Wechsel ist eine Dichtheitsprobe mittels Prüfspray oder Seifenwasser, keinesfalls aber durch "Ableuchten" mit offener Flamme, durchzuführen.

  • Elektrogeräte

Nur Geräte mit gültigen Prüfzeichen verwenden und nur vom Fachmann reparieren lassen. Die Verwendung von Wärmegeräten mit offenen Heizspiralen ist grundsätzlich verboten.

  • Sicherungen

Keinesfalls "geflickte" (überbrückte) Sicherungen verwenden, da diese nicht den erforderlichen Schutz gewährleisten. Für einen ausreichenden Vorrat an Reservesicherungen sorgen. Besser ist die Verwendung von Sicherungsautomaten.

  • Verlängerungskabel

Verlängerungskabel müssen Wärme an die Umgebung abgeben können. Werden sie unter Teppichen verlegt oder bleiben sie während der Arbeit auf einer Kabeltrommel aufgespult, kann es zu einem Wärmestau und damit zum Brand kommen. Beschädigte Verlängerungskabel nicht weiter verwenden. Verlängerungskabel müssen für ihren Verwendungszweck zugelassen sein.

  • Steckdosen

Stecker müssen fest in die Steckdose eingesteckt sein. Stecker und Steckdosen sind für eine bestimmte Maximalbelastung ausgelegt. Damit es zu keiner Überhitzung kommt Überlastung vermeiden. Wird eine Erwärmung oder Verfärbung an einem Stecker oder einer Steckdose festgestellt unbedingt durch einen Fachmann überprüfen lassen. Die Verwendung von Mehrfachsteckdosen ist nur für den Anschluss von Kleingeräten (Radio, Fernseher, Videorecorder etc.) zulässig.

  • Abschalten von Elektrogeräten

Elektrogeräte können bei Auftreten eines Defektes unter Umständen zu einem Brand führen. Schalten Sie beim Verlassen der Wohnung oder des Arbeitsplatzes Geräte, die nur unter Aufsicht betrieben werden dürfen, aus.

Abwehrender Brandschutz:

Für eine erfolgreiche Brandbekämpfung müssen die notwendigen Maßnahmen gekonnt und in der richtigen Reihenfolge durchgeführt werden. Um richtig handeln zu können müssen diese Maßnahmen erlernt und wiederholt geübt werden.

Die richtige Reihenfolge wird in einer Brandschutzkette dargestellt:

 
 

Brandschutzkette

Brand entdecken Brandmeldeanlage, persönliche Wahrnehmung
Brand melden Druckknopfmelder, Telefon
Retten, wenn notwendig Personen aus der Gefahrenzone bringen
Brand mit Mitteln der Ersten
Löschhilfe bekämpfen
Z.B. Verwendung von Handfeuerlöschern
Brand mit Mitteln der Erweiterten
Löschhilfe bekämpfen
Organisierter Einsatz von Löschgeräten
Feuerwehr einweisen Lotsen am Anfahrtsweg aufstellen, Information über Brandverlauf geben
Brand lokalisieren Brandausbreitung durch Feuerwehreinsatz begrenzen
Brand bekämpfen Feuerwehreinsatz bis zum Erlöschen des Brandes
Brandwache stellen Brandstätte kontrollieren, Glutnester bekämpfen

Fällt auch nur eine dieser Maßnahmen aus, reißt also die Brandschutzkette, dann ist die Brandbekämpfung wesentlich erschwert oder wird überhaupt erst verspätet eingeleitet, was meist zum Totalschaden am betroffenen Gebäude oder ganzer Betriebsanlagen führt.

Verhalten im Brandfall                                                                                                                                                  

 

1.) Alarmieren

Die Brandmeldung kann automatisch über eine Brandmeldeanlage oder manuell über Druckknopfmelder bzw. Telefon erfolgen.

  • Geben Sie bei einer Alarmmeldung immer bekannt:

Wer spricht? (Name des Anrufers)
Was ist passiert? (Brand, technisches Gebrechen)
Wo wird die Feuerwehr gebraucht (Adresse, Anfahrt)
Wie Hinweise auf besondere Umstände, z.B.
  • eingeschlossene Personen

  • Krankenhaus, Pflegeheim

  • Schule

  • Hochhaus

  • Sprechen Sie langsam und deutlich!
  • Alarmieren Sie die Feuerwehr auch bei Brandverdacht - der Feuerwehreinsatz kostet nichts!
  • Verlassen Sie sich niemals darauf, dass bereits andere die Feuerwehr verständigt haben.

2.) Retten
(helfen, flüchten)

  • Menschenrettung geht vor Brandbekämpfung!
  • Stellen Sie fest, ob Verletzte oder Behinderte aus dem Gefahrenbereich gebracht werden müssen.
  • Bringen Sie sich und Hilfsbedürftige (Kinder, alte Menschen, Kranke, Gehbehinderte) möglichst gleichzeitig mit der Alarmierung in Sicherheit.
  • Personen, deren Kleidung in Brand geraten ist, nicht fortlaufen lassen! Brennende Kleidung mit Hilfe von Decken oder anderen Kleidungsstücken (Wälzen am Boden) löschen.

Wenn Sie flüchten können:

  • Fenster im Brandraum schließen
  • Andere Mitbewohner benachrichtigen
  • Türen hinter sich schließen
  • Fenster von Fluchtwegen (Stiegen, Gänge) zur Brandrauchentlüftung öffnen
  • Keine Aufzüge benützen
  • Geordnet und überlegt das Haus verlassen
  • Zusammen mit den Mitbewohnern (Nachbarn) das Eintreffen der Feuerwehr abwarten
  • Vollzähligkeit überprüfen

Wenn Sie vom Brand eingeschlossen sind:

  • Entfernen Sie sich soweit wie möglich vom Brandherd
  • Schließen Sie alle Türen zwischen sich und dem Brandherd
  • Türritzen gegen das Eindringen von Rauchgas möglichst mit nassen Tüchern abdichten
  • Erst jetzt, wenn dies möglich ist, Fenster öffnen
  • Machen Sie auf sich aufmerksam
  • wenn möglich telefonieren oder beim (offenen) Fenster rufen und winken


Die meisten bei einem Brand verunglückten Personen sind durch falsches Verhalten zu Schaden gekommen; daher unbedingt Ruhe und Besonnenheit bewahren! Abgesehen von der Brandhitze besteht vor allem Erstickungs- und Vergiftungsgefahr durch Rauchgase.

Die Feuerwehr hilft Ihnen mit allen verfügbaren Mitteln und zwar durch:

  • Vordringen zu Ihrem Aufenthaltsraum
  • Freimachen des Fluchtweges
  • Rettung über Drehleiter oder Hubsteiger
  • Bereitstellung von Sprungtüchern oder Sprungkissen
  • Hubschrauberrettung vom Dach des brennenden Gebäudes

 

3.) Löschen

Etwa die Hälfte aller gemeldeten Brandfälle werden noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr von Privatpersonen gelöscht. Kenntnisse in der Ersten Löschhilfe und der richtige Einsatz von Kleinlöschgeräten können in vielen Fällen das Entstehen von Großbränden verhindern.

Regeln für die Brandbekämpfung:

Immer Deckung nehmen! Auf Gefährdung durch Stichflammen und Wasserdampf achten! Bei Verqualmung am Boden kriechend vorgehen! Achten, dass Rückzugsweg nicht abgeschnitten wird! In stark verqualmte Räume darf nur unter Verwendung geeigneter Atemschutzgeräte vorgedrungen werden!

  • Türen und Fenster des vom Brand betroffenen Raumes so lange geschlossen halten, bis der Löschangriff nach ausreichender Bereitstellung von Löschgeräten und Löschmittel vorgenommen werden kann.

  • Beim Vorgehen in den Brandraum die Fenster im Stiegenhaus und gegebenenfalls in den vor dem Brandraum liegenden Räumen öffnen, damit die aus dem Brandraum strömenden Rauchgase ungehindert ins Freie abziehen können und das Stiegenhaus nicht verqualmt wird.

  • Tür zum Brandraum in gebückter Stellung und unter Ausnützung einer Deckung (Türblatt, angrenzende Mauer) öffnen.
  • Achtung: Gefahr durch Stichflammen!
  • In gebückter Stellung oder am Boden kriechend so nahe an den Brand heranarbeiten, dass dieser mit dem Löschstrahl sicher getroffen werden kann.
  • Beginn der Löscharbeit an der Stelle der größten Brandausbreitungsgefahr.
  • Löschwasserstrahl nur in die Glut, nicht in Flammen und Rauch richten!
  • Nur dann Wasser aufbringen, wenn der zu löschende Gegenstand gesehen werden kann.
  • Die Löschwasseraufbringung von Zeit zu Zeit unterbrechen, damit der Wasserdampf abziehen kann und die brennenden Gegenstände wieder sichtbar werden.
 

Verhinderung der Brandausbreitung:

Kann ein Brand mit den verfügbaren Löschgeräten nicht gelöscht werden, dann muss versucht werden, den Brand auf den Brandraum zu begrenzen.

  • Noch nicht vom Brand erfasste brennbare Gegenstände aus dem Brandraum entfernen.

  • Wichtig: Beim Verlassen des Brandraumes Türen hinter sich schließen! Brandraum vor dem Eintreffen der Feuerwehr nicht belüften!
  • Türen im Brandabschnitt geschlossen halten, vor allem die Türen zum Stiegenhaus.
  • Klima- und Lüftungsanlagen abstellen, Brandschutzklappen schließen.
  • Zum Brandraum führende Gas- oder Ölleitungen absperren.
  • Behälter mit verdichteten oder brennbaren Gasen rechtzeitig ins Freie bringen, Voraussetzung ist, dass die erhitzte Oberfläche noch mit bloßen Händen befühlt werde kann.
  • Umgebung beobachten: Bei Funkenflug und Flugfeuer in gefährdeten Objekten sämtliche Öffnungen (Fenster, Türen, Dachbodenluken) schließen. Bei Gefährdung durch Funkenflug, Flugfeuer oder Wärmestrahlung gefährdete Bereiche nass halten.

Vorbereitung des Feuerwehreinsatzes:

  • Einsatzkräfte bei der Hauptzufahrt erwarten und einweisen

 

  • Einfahrten und Eingänge öffnen

 

  • Rettungs- und Angriffswege frei machen
  • Unbeteiligte Personen (Fremde, Schaulustige) fernhalten

 

  • Einsatzkräfte beim Eintreffen informieren über:
  • Lage des Brandherdes
 
  • Eventuell vermisste Personen

 

 
  • Eventuell noch im Brandobjekt befindliche gehbehinderte Personen (Kranke, Kinder, alte Menschen)
 
  • Besondere Gefahren (Spraydosen, Druckgasflaschen, Chemikalien)
 
  • Bedrohte Tiere, besondere Sachwerte
  • Feuerwehr einweisen:
  • Steigleitungseinspeisungen,

 

 
  • Lage von Hydranten (besonders wichtig Unterflurhydranten),
 
  • eventuell sonstige Wasserentnahmestellen.

Sich der Feuerwehr zur Verfügung stellen; Selbstschutzhelfer haben vor allem wichtige Orts- und Personenkenntnisse.

Maßnahmen nach dem Brand:

  • Vom Brand betroffene Räume nicht betreten

  • Alle Wahrnehmungen, die zur Ermittlung der Brandursache dienen, dem Einsatzleiter der Feuerwehr, in Betrieben auch dem Vorgesetzten oder Brandschutzbeauftragten bekannt geben

  • Benützte Handfeuerlöscher erst nach Instandsetzung und Wiederbefüllung an ihren Standort zurückbringen            

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